Themenabend

PUBLISHED 04 Nov 2019 CATEGORY
MODIFIED Last modified on Tuesday, 28 January 2020 16:39

 

 "Ziemlich bester Schurke" erzählt aus seinem Leben

Josef Müller in Angelbachtal

Ein echter „Kotzbrocken“ sei er gewesen, erzählt Josef Müller vor rund 200 Gästen im Haus der Liebenzeller Gemeinschaft. Von denen fragen sich nicht nur viele, wie dieser Millionenbetrüger als Querschnittsgelähmter das Landeskriminalamt und das FBI auf seiner Flucht zum Narren halten konnte, nachdem er jahrzehntelang ein Leben in Saus und Braus in der Münchener Schickeria geführt und 40 Millionen US-Dollar amerikanisches Mafiageld gewaschen hatte. Viele Besucher interessiert noch mehr, wie im Gefängnis die Wandlung vom Saulus zum Paulus gelang. Denn Josef Müller, der Mann der von Geld, Autos über eine Yacht bis hin zu vielen Frauen alles hatte und dabei nie glücklich gewesen sei, musste erst alles verlieren, um den wahren Reichtum bei Gott zu finden, wie er behauptet. „Bist du heute reich?“, fragte Moderatorin Stephanie Brecht von der Liebenzeller Gemeinschaft deswegen auch gleich zu Beginn des rasanten, humorvollen und spannenden Vortrags des gebürtigen Bajuwaren, der erwiderte: „Reicher als früher. Reicher im Herzen.“ Und nach einem Filmvortrag, der den Aufstieg und Fall ehemaligen Steuerberaters kurz skizzierte, bekam der als „ziemlich bester Schurke“ bekannte Bestsellerautor seine Bühne. „Ich wollte reich werden. Unendlich reich“, unterstreicht er seine Gier in den Anfangsjahren, obwohl er bereits als 17jähriger nach einem Autounfall im Rollstuhl landet. Es folgt ein Klinikaufenthalt in Heidelberg, dennoch startet Müller auf zwei Rädern ein Leben auf der Überholspur. Er wird Steuerberater für und innerhalb von zwölf Jahren gründet er vier Kanzleien mit 50 Mitarbeitern. Für Geld gebe es aber keinen Sättigungsgrad, erklärte der 64jährige. Müller hat Wohnungen in Dubai und Monte Carlo und gesteht: „Ich war damals so verrückt, dass ich zur gleichen Zeit einen schwarzen Rolls Royce mit einem weißen Fahrer, aber natürlich auch einen weißen Rolls Royce mit einem schwarzen Fahrer besaß.“ Wirklich glücklich sei er dadurch aber nicht geworden. „Wenn man alles hat, was kommt dann noch?“ Beflügelt durch Kokain, liebte der Polizistensohn die schillernde Selbstinszenierung, umgab sich mit Persönlichkeiten aus dem internationalen Jet-Set und war regelmäßig zu Gast bei Prinz Charles.

Als „Champagner-Müller" bekannt, lebte er in verschwenderischem Luxus und genoss das Leben in vollen Zügen. Doch im Grunde seines Herzens war er nach eigener Aussage bettelarm und in seiner Gier nach „Mehr" unersättlich. Er leiht sich viel Geld, betrügt und wird betrogen. Sein geplanter Sprung aus dem 20. Stock seines Appartements in Florida im Februar 2005 wird durch eine „Männerstimme“ und einem Bibelspruch „Sei unerschrocken und unverzagt, denn dein Gott ist mit dir, wohin du auch gehst“, der ihm vor die Füße weht, verhindert. Es folgt die Rückkehr nach Europa und Verhaftung in Wien. „Die ersten Tage im Gefängnis waren ein Schock für mich. Ich saß einfach nur herum, weinte.“ Aber er weiß: „Ich hatte mir die Jahre der Haft redlich verdient, durch Maßlosigkeit und Selbstüberschätzung.“ Müller saß fünf Jahre und vier Monate. In dieser Zeit lernte er „seinen barmherzigen Gott“ kennen, wie er selbst sagt. Zwei Tage später nach seinem ersten Gebet, in dem er alles bereute, sei er mit einem Glücksgefühl und einer Freude aufgewacht, wie er sie nie zuvor erlebt hatte. „Am unfreiesten Ort, den man sich vorstellen konnte, hatte ich meine innere Freiheit gefunden.“ Er studierte anschließend in der vielen freien Zeit die Bibel und Theologie. So habe er zu einer lebendigen Beziehung zu Gott gefunden, die ihn wirklich glücklich mache und die auch in dem Namen der von ihm gegründeten „Jesus saved my life Ministry“-Stiftung zu finden ist. „Für Gott ist es nie zu spät.“ Seitdem begeistert er mit seinen Predigten, Vorträgen und Büchern, die er auch in Angelbachtal fleißig signiert. (Mit freundlicher Genehmigung der RNZ)

 

 

 

 

2019 Josef Müller ANZEIGE

 

Vom FBI gejagt – von Gott gefunden

Ehemaliger Millionär tritt in Angelbachtal in der Liebenzeller Gemeinschaft auf

Er war ein Millionär und ein Schurke – vom FBI gejagt, jetzt lebt er für Gott. Josef Müller ist am Freitag, den 24. Januar in Angelbachtal in der Liebenzeller Gemeinschaft zu Gast und wird aus seinem spannenden Leben erzählen.

 

Angelbachtal. Josef Müller wurde 1955 in Fürstenfeldbruck bei München geboren und sitzt seit seinem 17. Lebensjahr im Rollstuhl. Er war Steuerberater der Münchner Schickeria, wurde rund um den Globus gejagt, saß im Knast und versucht heute Menschen auf den rechten Weg zu bringen.

Als Sohn eines Kriminalbeamten und einer Operationsschwester wuchs Müller in normalen bürgerlichen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren hatte einen schweren Verkehrsunfall. Seit dieser Zeit ist er querschnittgelähmt. Er wurde Steuerberater. Mit 20 Jahren eröffnete er seine erste eigene Kanzlei, der später weitere folgten. Schließlich waren es 50 Mitarbeiter in Fürstenfeldbruck, Starnberg, München und Wittenberg. Doch Josef ller wollte mehr. Zu seinem Firmengeflecht kamen eine Autovermietung dazu, ein Neuwagenvertrieb für deutsche Luxuskaroserien und er stieg als Herausgeber eines Magazins ein. Alles, was der Selfmade-Man anfasste, wurde unter seinen Händen zu Gold. Er wurde Immobilienmakler, Bauträger und Vermögensverwalter. An der Börse verdiente er Millionen, besaß Autos mit Chauffeuren, eine Yacht auf Mallorca und ein kleines Flugzeug. Mit seinen Strategien mauserte sich der Geldfuchs zum Anlage- und Steuerberater der Münchner Schickeria. In der dortigen Szene war er auch als Konsul von Panama bekannt.

Doch die Glitzerwelt hatte auch ihre Schattenseiten und Müller geriet immer mehr in den dunklen Bereich. Bald war er als Geldwäscher der amerikanischen Drogenmafia tätig. In seiner Gier wurde er zum Verbrecher, den bald nicht nur seine Gläubiger, sondern auch das FBI verfolgten. Den Tiefpunkt erlebte der heutige Erfolgsautor, als er 7,5 Millionen Euro veruntreute und schließlich verhaftet wurde. Müller sfünf Jahre und vier Monate. In dieser Zeit fand sein abenteuerliches Leben eine entscheidende Wende. Denn Müller lernte im Knast „seinen barmherzigen Gott“ kennen, wie er selbst sagt. Er studierte in der vielen freien Zeit die Bibel. So fand er zu einer lebendigen Beziehung zu Gott, der ihn wirklich glücklich mache.

Der Autor wird am 24. Januar um 20 Uhr aus seinem bewegten Leben erzählen. Der Eintritt ist frei.

 

Gnadenkirche Josef Muller spricht 002

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Datenschutzerklärung Zustimmen